Unsere Basisgedanken

Wir wünschen uns eine respektvolle und wertschätzenden Kultur gegenüber allen Wesen.

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihres Geschlechtes würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente entfalten können. Wir erleben uns als einen Teil der Natur und unser Interesse gilt dem Schutz und der Heilung der Erde und all ihren Bewohner*innen.

Dies verstehen wir als Ziel und uns als auf dem Weg dorthin.

Diese Haltung beginnt uns selbst gegenüber und spiegelt sich in Kontakt und Kommunikation wieder.

Wir haben uns auf Werte, Ausrichtungen und Vereinbarungen geeinigt

  • Werte: Gleichberechtigung, Wertschätzung, Einschließlichkeit und Verbindlichkeit.

  • Ausrichtungen: Herz-Verbundenheit, Grund-Vertrauen, Lebens-Freude, Frieden, Wandel, Visionsraum und Verwirklichungskraft

  • Vereinbarungen für eine respektvolle und wertschätzende Gruppenkultur

Ich erkenne an, dass es unterschiedliche Wahrheiten gibt und mein Blick auf die Welt von meinem Bewußtsein geprägt ist

ICH Raum

  Ich übernehme Verantwortung für mich und mein Sein

  • meine Gefühle, Muster und Konzepte
  • mein Handeln und Nichthandeln
  • meine Selbstfürsorge
  • meine persönliche Entwicklung

WIR Raum

  • ich übe mich in einer wohlwollenden, wertschätzenden Haltungen, Kommunikation und feedback kultur
  • ich kläre Konflikte zeitnah und konstruktiv
  • ich trage meinen Teil zu einem liebevollen, freudvollen und lebendigen Gemeinschaftsgeist bei

Das große GANZE

ich schütze mit meinem Wissen und Handeln Mutter Erde und ihren Bewohner*innen und trage zur Heilung bei

ich stehe dafür ein, diese Vereinbarungen mit der Kraft meines Herzens und Handelns umzusetzen, lebendig zu halten, uns gegenseitig daran zu erinnern und uns in unsere Entwicklung zu unterstützen.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wir leben gemeinsame Ökonomie, Entscheidungen im Konsens, kollektive Arbeitsstrukturen und regelmässige Gemeinschaftszeiten.

Wir bemühen uns um Nachhaltigkeit auf allen vier Ebenen und gestalten und pflegen den Begegnungsraum Lebensbogen, der Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel setzt.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Erläuterungen.....

Gleichberechtigung bedeutet für uns, dass jede Person in ihren Bedürfnissen gesehen und geachtet wird. Wir drücken unsere Wertschätzung aus in dem Maß, wie wir uns selbst und uns gegenseitig annehmen wie wir sind, mit allen Stärken und Schwächen. Wir bemühen uns um einen respektvollen und wertschätzenden Umgang im zwischenmenschlichen Miteinander und mit Mensch, Tier und Umwelt.

Unter Einschließlichkeit verstehen wir unser Anliegen, alle bei uns lebenden Personen in die Gruppe zu integrieren. Dies bedeutet beispielsweise, dass wir bei Widerständen gegen eine Person erforschen, was diese Resonanz mit uns selbst zu tun hat, an welchen Punkten wir vielleicht doch Ähnlichkeiten entdecken und wie diese Widerstände überwindbar sind.

Verbindlichkeit heißt das Sich-Einlassen auf die Gruppe und ihren Prozess. Wir sind miteinander verbunden, auch wenn es Krisen gibt. Wir brauchen die Bereitschaft uns auseinanderzusetzen – mit uns und den Anderen.
Es bedeutet auch Verantwortung mit zu tragen, Aufgaben verbindlich zu übernehmen und sich auf einander verlassen zu können. Wir sind Lernende und Forschende, auf dem Weg hin zu Respekt und Wertschätzung für uns selbst und andere. Frieden beginnt im eigenen Herzen.

Folgende Qualitäten halten wir als Ausrichtungs und Entfaltungsraum geeignet, um uns dem anzunähern.

Herz-Verbundenheit, Grund-Vertrauen, Lebens-Freude, Frieden, Wandel, Visionsraum, und Verwirklichungskraft.

Herz-Verbundenheit heißt, dass es für die Gemeinschaftsmitglieder*innen wichtig ist, sich über intellektuelle Konzepte hinaus über das Herz zu verbinden. Um unsere Herzen überhaupt und auch immer wieder für einander zu öffnen, erforschen wir unterschiedlichste Methoden. Jahrelang hat uns vor allem der CB- Prozess (Community- Building) begleitet, im Moment probieren wir auch immer wieder andere Werkzeuge aus.

Regelmäßige Gemeinschaftszeiten mit und ohne externer Begleitung sind der Raum, in dem wir uns bemühen einander mit dem Herzen zu begegnen, was natürlich nicht immer so einfach ist. Anstelle von vielen Regelwerken und Konzepten ist für uns die innere Haltung, die letztlich all unsere Handlungen bestimmt, ausschlaggebend.
Unsere innere Haltung wird in einem großen Maß von unserem Vertrauen bestimmt. Auf Vertrauen zu sich selbst und zu den Anderen. Vertrauen ist die Basis, die alles zusammen hält und fügt und unseren inneren Blick bestimmt. Vertrauen ist allerdings meistens nicht einfach da, sondern will entwickelt und immer wieder neu gepflegt werden.

Um die unterschiedlichen Perspektiven und die daraus resultierenden Handlungsmuster besser verstehen zu können, probieren wir unterschiedlichste Kommunikationsmethoden aus.

Nur wenn wir lernen uns wirklich zu hören, zu sehen und zu verstehen kann Empathie, Vertrauen und Herzensräume entstehen, in denen dann auch Frieden und Aussöhnung passieren kann. Das gilt sowohl für zwei Personen, zwischen Kulturen und Ländern, Eltern und Kindern, Männern und Frauen, Ideologien und Religionen.

Dann entsteht Freude am Leben und Visionen bekommen einen Raum sich zu entwickeln. Im gemeinsamen, authentischen Ringen wie sich Menschen auf tieferen Ebenen begegnen und miteinander leben und arbeiten können wandeln sich unsere Muster, Konzepte und Erwartungen und es entsteht eine große Kraft, Dinge zu verwirklichen.

Gemeinsame Ökonomie (Geld und Zeit)

Wir arbeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen am Platz und einige von uns auch außerhalb. Wir leben eine gemeinsame Ökonomie, das heißt wir wirtschaften in eine gemeinsame Kasse in die alle Einnahmen kommen und entnehmen entsprechend unseren Bedürfnissen. Über die Verwendung des Erwirtschafteten entscheiden wir gemeinsam unabhängig davon, was welche Person wo leistet und einbringt. Damit entheben wir die von uns geleistete Arbeit einer Bewertung über das Geld und tragen gemeinsam Sorge für uns und den Platz an dem wir leben.
Wir haben uns bewusst für eine Vertrauensökonomie entschieden. Das heißt, bis zu einem gewissen Betrag entscheidet jede Person, ob und für was Sie das Geld ausgibt. Erst darüber hinaus wird das Anliegen in die Gruppe gebracht und gemeinsam entschieden. Auch beim Umfang der geleisteten Arbeit setzen wir auf Vertrauen und Eigenverantwortung und gehen davon aus, dass jede Person ihre eigenen Bedürfnisse und die der Gruppe im Blick hat. 
Vermögen kann/sollte bei uns in die Genossenschaft oder als Spende eingebracht werden. Vermögen, welches nicht eingebracht wird, sollte "eingefroren" werden. Das bedeutet, dass die Person während Sie in Gemeinschaft lebt, das Vermögen nur in Absprache antastet. Transparenz ist uns in diesem Zusammenhang wichtig.

Bei einer Aufnahme in die Gemeinschaft schreibt die einsteigende Person einen Ein- und Ausstiegsvertrag. Dieser gibt eine Transparenz über Einkommen, Vermögen, Verpflichtungen und etwaige Schulden und den Umgang damit. Ebenso wird darin ein gewünschter Umgang bei einem Ausstieg aus der Gemeinschaft festgelegt. Unser Ziel ist, dass diese Ein- und Ausstiegsverträge gemeinsam beschlossen werden.
Immer wieder braucht es Raum für Austausch über unsere Muster und Ängste, die beim Thema Geld berührt werden und Reflektion über die individuellen Ein- und Ausstiegsverträge.

Entscheidungen im Konsens

Das bedeutet für uns: Jede gruppenrelevante Entscheidung wird von der Gesamtgruppe getragen. Möglicherweise halten einige Gruppenmitglieder die Entscheidung nicht für die beste, können aber mit ihr leben. Alle unterstützen die Entscheidung und verpflichten sich, sie nicht zu untergraben. Sie kommt nicht durch Abstimmung zustande, sondern durch einen Prozess, in dessen Verlauf die Thematik durchleuchtet wird und alle Mitglieder schließlich das Gefühl haben, angemessen angehört worden zu sein. Jede Person übernimmt dabei ein solches Maß an Verantwortung für sich, dass alle mit dem Prozess zufrieden sind.

Kollektive Strukturen

Unsere Arbeitsbereiche sind in Teams organisiert. Zuständigkeiten werden gemeinsam abgesprochen und verteilt. Es gibt regelmässige Treffen, an denen relevante Themen besprochen werden und in den meisten Fällen werden dabei Protokolle geschrieben, die dann an die gesamte Gruppe verschickt werden.

Gemeinschaftszeiten

Einmal wöchentlich gibt es ein Plenum, an dem gruppenrelevante Themen besprochen und entschieden werden. Regelmässig gibt es einen finanziellen Überblick der Gesamtsituation für die ganze Gruppe. Brauchen wir mehr Ausstausch zu einem Thema besprechen wir dies an einem langen (ganzen) Dienstag, der einmal im Monat stattfindet. Einmal in der Woche gibt es einen Gemeinschaftsabend, der neben Befindlichkeitsrunden sich auch aktuellen Themen widmen kann oder an welchem Biographien der Gemeinschaftsmitgliedern vorgestellt werden.

Vier bis sechs mal jährlich haben wir Intensivtage, die häufig von Externen begleitet sind und sich den subtileren und emotionaleren Themen zu wenden. Dort bemühen wir uns unsere Herzen zu öffnen, unsere Räume zu klären und in tiefere, authentische Begegnungen einzutauchen.

Zu Beginn des Jahres gibt es drei bis fünf Klausurtage für Planungen, inhaltliche Ausrichtungen und alles, was so ansteht.

Nachhaltigkeit

Als Gruppe bemühen wir uns um einen nachhaltigen Lebensstil auf ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene. Wir sind Mitglied beim Netzwerk der Ökodörfer (GEN) und versuchen uns der Definition der Nachhhaltigkeit diese Netzwerkes ( s. nachhaltige Entwicklung) anzunähern, was aufgrund der örtlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten noch viel Luft nach oben hat.

Begegnungsraum Lebensbogen….

... für eine respektvolle und wertschätzende Kultur.

Wir wünschen uns eine nachhaltige, gemeinsame weite Welt, in der sich eine neue Kultur der Begegnung entwickelt und ein liebe-voller  Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt selbstverständlich ist. Die Gemeinschaft gestaltet und pflegt auf der Grundlage ihrer Werte und Ausrichtungen einen lebendigen Begegnungsraum, welcher sich aus unserem Tagungshaus, dem Café Helfensteine und dem Bildungszentrum zusammensetzt. Bei uns begegnen sich Seminarteilnehmer*innen aus dem Tagungshaus, Ausflugsgäste des Cafés, Teilnehmer*innen der Angebote des Bildungszentrums und Gemeinschaftsmitglieder. Hier werden neue Impulse und Perspektiven entdeckt, individuelle und gesellschaftliche Themen bewegt, neue Vernetzungen angelegt und Synergien erzeugt. Mit unserem Begegnungsraum möchten wir einladen zu Teilhabe, Freude, offenen kreativen Räumen, Erforschungen unterschiedlichster Art und Austausch von Erfahrungen. Durch das Entstehen nachhaltiger Initiativen und Aktivitäten leisten wir und unsere Gäste einen aktiven Beitrag für einen Wandel in eine neue Kultur des Respektes und der Wertschätzung allen Wesen gegenüber.

Durch unsere Ausflugs- und Seminargäste und durch unser Netzwerk erreichen wir mit unsere Gedanken viele unterschiedliche Personen und Regionen.

Aktuelles

Die Klimakrise ...

…. ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die...

mehr

gelernte(n) Koch/ Köchin & Gemeinschaftsinteressierte

Koch (m/w/d) und Hauswirtschafterin, eine engagierte Personen die unser Team...

mehr

Info-Cafés

Infocafés in Zeiten, wenn Corona-Maßnahmen entsprechend gelockert: Für Menschen...

mehr

Interkommune Seminar

Termine 2020 Das Netzwerk der Kasseler Kommunen „Interkomm Region Kassel“ lädt an...

mehr

Seminare, Projekte, Freizeiten, Kulturveranstaltungen

aktuelles Programm des Bildungszentrums Lebensbogen

mehr

StadtLabor "Gemeinsam Leben und Arbeiten"

Judith, Annett, Stefan und Micha waren zu Gast bei Klaus Schaake, der mit seiner Sendung...

mehr